Ella macht einen Zwischenstopp in der Grundschule

Das hier sind die “Förderband-Fantasie-Kinder” von Frau Martin, bestehend aus 16 Viertklässlern, die mich heute sehr, sehr glücklich gemacht haben.

Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, wurde Ella Freakella in den letzten Wochen von einigen Grundschülern unter die Lupe genommen. Sprich, in einem Förderbandkreis, in der die Kinder selbst zum kreativen Schreiben aufgerufen werden (tolle Idee übrigens!) wurde Ellas Geschichte gelesen und kritisch beäugt. Die fachkundigen Leser durfte ich heute besuchen, um ihnen die letzten Seiten aus “Ella Freakella und das Geheimnis von Süßburg” vorzulesen - und was soll ich sagen … es war toll und wir hatten viel Spaß! :-)

Zuerst einmal waren die Kinder eine absolute Wucht. Ich habe ja mit Kindern nur ab und zu Kontakt und war daher etwas verunsichert als ich den Weg in die Grundschule antrat, aber alle 16 waren kleine, knubbelige, freundliche, clevere und witzige Kerle und Kerlinnen, die während des Vorlesens still auf ihren Stühlen saßen und aufmerksam zuhörten. Im Anschluss haben wir uns dann über Ella und ihre Geschichte unterhalten, da kam ganz schön was an Feedback zusammen. Vor allem von Lasse, der hat den Arm einfach direkt oben gelassen! :-)

Sie erzählten mir, dass sie das Buch kein bisschen gruselig fanden (Lasse: “Also, ich hab schon viel härteres Zeug gesehen!”), dafür aber “super spannend” und zwar “von vorne bis hinten”. Konstruktive Kritik durfte natürlich auch nicht fehlen, so bemerkten einige der Kinder zum Beispiel, die Süßburger kämen ein wenig zu kurz in dem Buch.

Jeder von ihnen schrieb eine kurze Rezension über Ella, die mir am Ende überreicht wurden (natürlich anonym) und hier sind einige der Kernaussagen, die ich euch nicht vorenthalten möchte :-)

Zur Erklärung: Frau Martin händigte den Kindern Fragebögen aus. Eine der Fragen lautete:

Würdest Du Das Buch einer Freundin/einem Freund empfehlen? (Ausnahmslos alle kreuzten “JA” an!! :-)) Und wenn ja, warum, was hat Dir besonders gut gefallen?

“Weil es lustig und spannend zugleich ist und man viel Spaß beim Lesen hat. Man hätte aber noch mehr über die Bewohner von Süßburg schreiben können.” (Mädchen, 10 J.)

“Mir hat besonders gut gefallen, dass sie ihr wahres Ich gezeigt hat und dass die Mädchen in Süßburg eins auf den Deckel kriegen.” (Junge, 10 J.)

“Mir hat es gut gefallen, dass Ella mit dem Rollschuh durch die Wand fährt!” (Junge, 10 J.)

“Alles hat mir sehr gut gefallen!!! Die Stelle wo Ella sich im Laden das rosa Kleid anzieht fand ich besonders cool und auch irgendwie witzig!” (Mädchen, 10 J.)

“Mir gefällt besonders gut, dass es so spannend ist und dass man nicht weiß was hinter den Armen und Beinen im Laub verborgen ist. Ich finde das Buch insgesamt toll!” (Junge, 10 J.)

“Dass Ella Freakella anders ist, in den meisten Büchern sind gerade die Mädchen die süßen und hübschen aber in Ella Freakella nicht, das macht das Buch auch so besonders und das gefällt mir! Aber die Leute, die in Süßburg wohnen, kommen zu kurz!” (Mädchen, 9 Jahre)

“Ich finde dieses Buch sehr interessant und spannend. Es gefällt mir vom Anfang bis zum Ende sehr gut, weil Ella viele Abenteuer erlebt, de ich auch gerne einmal erleben würde.” (Mädchen, 10 J.)

“Ich fand gut, dass es immer mehr Spannung erzeugt hat, weil dann will man es unbedingt weiter lesen und wissen was passiert.” (Mädchen 10 J.)

“Es ist sehr spannend und manchmal auch witzig. Also ich finde es cool und ich hab nix zu meckern!” (Junge, 10 J.)

“Alles!!! Und ich finde es hat viel Fantasie!” (Mädchen, 10 J.)

Jetzt mein Favourite, einem der Jungen gefiel am besten:

“Die Süßigkeiten!!!”

Als ich die Grundschule wieder verließ, fühlte ich mich, als hätten mir die Kinder eine Rüstung angezogen, an der in Zukunft alle Verlagsabsagen abprallen würden, ohne, dass ich davon Schaden nehme. In ihren Gesichtern konnte ich ablesen, dass Ella ihr Reiseziel längst erreicht hat und dort nun ein Weilchen bleiben wird, in den kleinen Herzen und wachen Köpfen 16 begeisterter Kinder, denen Ellas Geschichte richtig gut gefallen hat. Und das entgegen der ersten professionellen Einschätzung des Manuskriptes, wonach Ella Freakella 1. zu kompliziert, 2. zu gruselig und 3. zu lang sei.

Die Kinder allerdings konnten sich an alle Schlüsselszenen und Botschaften erinnern und sie mir (zu meinem Erstaunen) erklären, die Frage, ob das Buch zu gruselig sei, beantworteten sie mit Grimassen und Gelächter und in Punkto Länge waren sich alle einig, dass die Geschichte bis zum Schluss spannend war und an manchen Stellen sogar noch ausführlicher hätte sein können. 

Wenn das kein Grund zur Freude ist. 

I’m a happy bunny. Danke. :-)

Comes rain, comes shine!

Okay, erst die schlechte Nachricht!

Als Autor, der bereits eine Veröffentlichung (bei einem amtlichen Verlag) vorweisen kann, hat man bei der Verlagssuche für ein neues Manuskript einen klaren Vorteil: Man erhält innerhalb kürzester Zeit Feedback. So wie ich, gestern.

Als ich nach Hause kam, lag dieses schöne Paket vor der Wohnungstüre.

Ein Paket, das eigentlich viel zu früh eintrudelte. Einer der 13 Verlage hatte mir meine Unterlagen (ganz offensichtlich ungelesen, wie mir ein Blick auf das Manuskript offenbarte) zurückgeschickt. Natürlich nach “eingehender Prüfung”, wie es im beigelegten Brief hieß. Die Frage, ob man ein Manuskript innerhalb von drei Tagen (am 27. Juni wurde es verschickt, bereits am 1. Juli war es schon wieder auf dem Weg zurück zu mir) eingehend prüfen kann, möchte ich mir gar nicht stellen. Denn es macht keinen Sinn. So wie es manchmal keinen Sinn macht, ein Manuskript an einen Verlag zu schicken, der nicht unbedingt dafür bekannt ist, jungen und noch nicht ganz so bekannten Autoren eine Plattform zu bieten. 

Schade. Aber hey, ich hab’s versucht! Und sie waren so nett, mir meine Ella zurück zu schicken, obwohl ich kein Porto beigelegt hatte. Ist doch schon was ;-)

Aber jetzt die gute Nachricht!

Gestern (also am gleichen Tag an dem ich die Absage erhielt), erreichten mich auch gute Neuigkeiten, die mir eine viel dickere Gänsehaut bereiteten als der Blick auf das Paket, das gestern Abend vor meiner Wohnungstüre lag!

Ella Freakella wird gerade von einer Grundschulklasse “getestet”. Die Mutter eines Kollegen ist Grundschullehrerin und hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, ihrer Klasse aus Ella Freakella vorzulesen (natürlich nachdem sie es selbst gelesen und als pädagogisch wertvoll befunden hatte ;-) Sie ließ mir ausrichten, dass sie das Buch “ganz großartig” findet, weil es “so viele Ebenen” und eine “wunderbare Botschaft” hat. Und noch ein paar Kommafehler ;-))

Als ich das Angebot damals bekam, habe ich mich riesig darüber gefreut. Könnte Ella etwas besseres passieren als eine ganze Grundschulklasse, die sich als Probeleser zur Verfügung stellt? 

Aber jetzt wird’s noch besser.

Gestern wurde mir ausgerichtet, dass die Kinder das Buch “abfeiern”. Ja “abfeiern”! Wusste gar nicht, dass Kinder in dem Alter schon was “abfeiern”, aber so wurde es mir erzählt. Ich bin fast ausgerastet vor Freude! Ich war mir die ganze Zeit so unsicher, ob Ella vielleicht zu ekelig, gruselig, politisch unkorrekt ist. Aber scheinbar gefällt den Kindern genau das! Was sie an dem Buch allerdings ganz genau fasziniert, das wollen wir noch heraus finden. Ihre Lehrerin findet diese Frage wohl gerade sehr spannend (und ich erst!) und ich kann es auch kaum abwarten, am Ende das fachmännische Urteil meiner Probeleser zu hören, zu erfahren was ihnen daran gefallen (und nicht gefallen) hat, was sie eklig fanden (oder nicht ekelig genug!), ob sie sich sehr gegruselt haben (und ihnen ein wohliger Schauer über den Rücken lief). 

Du meine Güte, mein Herz beginnt ganz schnell zu schlagen und meine Wangen fangen an vor Freude zu glühen während ich das schreibe. Ich hoffe, ich darf die Kinder am Ende mal besuchen und mit ihnen über das Buch reden. Das wäre toll, das wäre wirklich richtig richtig toll, mindestens so toll wie eine Verlagszusage.

Wenn nicht sogar noch besser. :-)

Liegst Du schon in der Kiste?

Die Zeiten, in denen zerfledderte Beipackzettel, alte Taschentücher, klebriges Bonbonpapier und Nagelpfeilen als provisorische Lesezeichen herhalten mussten, können auch für Dich ab morgen der Vergangenheit angehören!

Vorausgesetzt Dein Name liegt bis spätestens morgen Mittag in dieser Kiste.

Zu gewinnen gibt es die letzten sechs Ella Freakella Lesezeichen, nummeriert, mit persönlicher Botschaft und Signatur versehen. Absolute Einzelstücke. Eines davon kann schon nächste Woche Dir gehören! Alles was Du hierfür tun musst, ist, auf meiner Facebookautorenseite (https://www.facebook.com/MimiWelldirtysSchreibtisch) auf “gefällt mir” zu klicken (ganz mieser Trick!), und schon liegt Dein Name mit den anderen in der Kiste und Du nimmst automatisch an der Verlosung teil. 

Einsendeschluss ist Montag, 04. Juli, 11:45 Uhr.

Weisste Bescheid ;-)

Videopremiere

Es ist halb drei morgens. Vor ein paar Minuten bin ich endlich fertig geworden. Womit? Achso, genau, hab ich ja noch gar nicht erzählt! Keine große Sache, aber ich hab mir ja diese Woche eine Auszeit vom Zeichnen genommen. Brauchte ein bisschen Abstand zu Paul (obwohl wir gut miteinander klar kommen, er, Prof. Dr. Dr. Dösinger und ich), aber ein paar Schritte zurück treten und mal tief durchatmen lüftet den Kopf gut durch und das kommt der Arbeit am Ende zugute. Schließlich darf ich den Spaß an selbiger nicht verlieren und letzte Woche war ich kurz davor, weil mir fast die Hand abgefallen war.

Aber ich habe meine kleine Pause gut genutzt und einen winzigen Film animiert, um Euch das Ella Freakella Quartett vorzustellen, das ich vor einigen Monaten gemacht habe (baue schon fleißig am Merchendising Imperium wie Ihr seht ;-). 

Und was den Spaß an der Arbeit betrifft … Animieren ist wirklich etwas ganz, ganz, ganz großartiges. Vor allem dann, wenn man es kann und einigermaßen routiniert ist. Beides trifft auf mich nicht zu, daher bin ich in den letzten Tagen um zehn Jahre gealtert … trotzdem hat sich das Fluchen, Verzweifeln und Haareraufen gelohnt, denn am Ende ist ein ganz nettes Filmchen herum gekommen (gut, Timing fehlt komplett ha haha, aber habt ihr schon mal in Photoshop animiert!? Was?! Nur Lobotomierte animieren in Photoshop? Das hab ich jetzt nicht gehört … ). 

Aber genug der Worte. Schaut her, hier ist es, das kleine animierte Ding! Ton anschalten und los geht’s. Viel Spaß beim Gucken und ich geh’ jetzt ins Bett. Nacht! :-)

Ella Freakella - Das Quartett from Mimi Welldirty on Vimeo.

Schüss, Ella!

Heute war es endlich so weit. Hat lange genug gedauert. Jetzt ist sie weg. Und ich bin wieder allein, allein. 

Mein Baby ist ausgezogen.

13 Kilo schwer, hab sie aufs Fahrrad geschnallt und zur Post gebracht. Ein netter Postbeamte hat Ella mit Briefmarken beklebt und in einen großen anonymen Sack mit wildfremden Briefen gesteckt.

Habe ein mulmiges Gefühl bei der Sache. Hoffentlich kommt sie wohlbehalten an - in München, Berlin, Hamburg, Frankworst […], bei den Lektoren, die sie hoffentlich nicht in der Schublade bzw. auf dem großen Haufen unaufgefordert eingesandter Manuskripte vergessen werden.

Hach, schon ein komisches Gefühl. Ist wirklich ein bisschen so als würde dein Kind ausziehen, um sich für ein Alibistudium in eine andere Stadt zu verziehen. Na ja, oder auch nicht. Keine Ahnung. Ich hab ja keine Kinder. Aber immerhin ein Alibistudium!

Nein, jetzt mal ohne Quatsch. Das Manuskript wegzuschicken ist zwar auch immer ein bisschen schmerzhaft, aber nach dem Schreiben eigentlich das Schönste am Büchermachen. Bücherschreiben ist nämlich ganz einfach und kann wirklich jeder. Ums Abschicken geht’s! So wie in der Kunst ums Machen. Fettskulptur von Beuys kannst du auch? Und warum hast Du’s dann nicht gemacht!? Am Machen scheitert’s in der Regel. Ich kann’s verstehen. Etwas um die Ohren gehauen zu bekommen, für das man sich viele Monate aufgeopfert, Verzicht geübt, Blut und Wasser geschwitzt hat (okay, leicht übertrieben, aber tendenziell schon!), ist einfach TOTAL KACKE! 

Gehört aber dazu. Und jetzt warte ich mal ab, was passiert. Ich hab Zeit, wie damals, als ich als Kind vor der Waschmaschine saß. Irgendwann merkt man gar nicht mehr, dass man wartet. Und da ich ja jede Menge Arbeit habe, um mich abzulenken, wird das ein Klacks, ein Kinderspiel, ein Besuch aufm Ponyhof!

Nein, wird es natürlich nicht. Aber ich freu mich trotzdem auf alles was kommt. 

Oh - fast hätte ich’s vergessen. Falls ihr auf Facebook seid und mich auf meiner Verlagssuche ein bisschen unterstützen wollt (so mit Anfeuern und gut Zureden und gemeinsam abwarten und Tee trinken), dann freu ich mich, wenn ihr mich auf meiner Autorenseite besuchen kommt: https://www.facebook.com/pages/Mimi-Welldirty/206156069429176?ref=ts

Wäre wirklich toll, wenn wir uns da wieder sehen!

Aber jetzt muss ich los. Das nächste Buch wartet :-)

Schüss!

Dreizehn ist meine Glückszahl …

… und die Anzahl der Pakete, die ich nächste Woche an die Verlage schicken werde. Ja, ihr habt richtig gelesen: Pakete, Verlage! Die Verlagssuche geht in die nächste Runde! Ich war in den letzten Monaten ein bisschen abgelenkt, durch mein neues Buchprojekt (ich bin rastlos! ;-), außerdem war der Drucker meines Vertrauens wohl auch abgelenkt (unter anderem von seinem wohlverdienten Urlaub), also lag die Verlagssuche einige Wochen auf Eis. Aber jetzt geht es weiter! Heute konnte ich endlich meine Book Proposals und Manuskripte abholen.

Tadaaa!

Hübsch, oder? Hach, ich bin ganz hingerissen von dem Ergebnis. Bei Drucksachen weiß man ja nie so ganz genau was am Ende rauskommt. Zum Glück hab ich einen echten Experten an der Hand, der all meine Printsachen mit Argusaugen bewacht. Sieht immer spitze aus. Danke, Christian!

Dreizehn Verlage also. Fühle mich an die Zeit erinnert als ich für Immy and the City nach einem Verlag gesucht habe. Aufregendes Gefühl. Auch wenn ich weiß, dass natürlich auch Absagen eintrudeln werden, dass ich Geduld haben muss und mich nicht unterkriegen lassen darf, auch wenn es zwischenzeitlich echt frustrierend sein wird. Aber um so schöner ist es dann, wenn einem schließlich eine Zusage ins Haus flattert. Hach, Zusagen! Gibt kaum etwas schöneres ;-)

Nächste Woche schleppe ich die dreizehn Pakete zur Post und dann heißt es Daumen drücken, Tee trinken und abwarten. Zum Glück kann ich mich mit meinem aktuellen Buchprojekt gut ablenken. Wollt ihr mal sehen?

Hier ist die erste Doppelseite:

Aber mehr wird nicht verraten :-)

So, morgen werden die Pakete gepackt, ein Anschreiben verfasst und Adressaufkleber ausgedruckt. 

To be continued …

Schlaft gut!

True love will find you in the end

Die Verlagssuche ist in vollem Gang. Wie ihr wisst, hat Ella die Reise vor einigen Wochen angetreten, erreichte auch ihr erstes Ziel, zog dann aber weiter, zum nächsten Lektorat. Leider konnte Ella als Figur die nette Programmleitung des ersten Verlages zwar überzeugen, allerdings war der Lektorin das Buch insgesamt zu unheimlich. Ella und Wilko sollten außerdem ein paar Jahre zulegen und als zum Schluss Wilkos Hasenkostüm in Frage gestellt wurde, überkam mich plötzlich die Gewissheit, dass es für Ella, den Verlag und mich kein Happy End geben würde. Schade, aber so läuft’s nunmal. Die Geschmäcker sind bekanntlich sehr verschieden und wenn ich eines nicht möchte, dann, dass ich Ella zu sehr verbiegen muss, damit sie anderen gefällt. Eine der Kernaussagen der Geschichte lautet, dass man sich selbst immer treu bleiben soll. Und daran halte ich mich. Alles andere wäre ja auch Käse. Oder?

Ich hoffe, Ella gibt nicht auf. True love will find you in the end, hat Daniel Johnston gesungen. Vielleicht sollte ich ihr das beim nächsten Mal sagen.

Drückt mir weiter die Daumen. Neben starken Nerven und Geduld, gehört auch eine große Portion Glück dazu. 

Ich halte Euch auf dem Laufenden. 

Minus 11 Grad. Zum Glück sitz’ ich auf heißen Kohlen.

Ella liegt jetzt seit fast einem Monat beim Verlag und bisher kein Lebenszeichen von ihr. Ob es ihr gut ergangen ist? Ob sie Ella wohl mit Apfelpfannkuchen füttern und ihr hin und wieder mal ein Spiegelei zum Frühstück machen? Oder liegt sie vergessen in einer Schublade und hat niemanden zum Spielen? 

Fragen über Fragen. Das Warten ist schlimm. Ich weiß, es ist ganz normal, aber ich bin so schrecklich ungeduldig und bald hab ich keine Fingernägel mehr. 

Drückt mir die Daumen, drückt am besten alles was ihr habt. Jetzt auf den letzten Metern dürfen wir nicht schlapp machen. Die Erlösung naht. Hoffe ich …

New and improved!

Ellas Blog hat ein Krönchen aufgesetzt bekommen!

Fahrt mit der Maus über den Header und lasst Euch überraschen!

Massive respect to Thomas und Alex von Demodern.de, deren goldenen Köpfen und Händen Ella und ich den wunderschönen neuen Header zu verdanken haben! 
Jetzt kann ja gar nichts mehr schief gehen ;-)

P.S. Vergesst nicht, Eure Lautsprecher anzuschalten! 

Aller Anfang ist … krakelig.

Warten war noch nie meine Stärke. Dementsprechend ungeduldig rutsche ich auch seit Tagen auf meinem Stuhl hin und her und kaue auf meinen Fingernägeln herum. Um mir die Wartezeit zu verkürzen, überlege ich mir derzeit wie ich Ellas Webseite verschönern könnte. Mir fehlt etwas, das die Seite zum Leben erweckt. Heute dachte ich an ein Spiel, das sich unter dem Header verbirgt. Und dann dachte ich daran, wie aufwendig es ist, ein Spiel zu programmieren und habe den Gedanken direkt wieder verworfen. ;-)

Aber im Zuge meiner Überlegungen machte ich mich daran, Ella Freakellas Projektordner auf meinem Rechner aufzuräumen (Nach acht Monaten hatte sich darin allerlei Firlefanz angesammelt) und stieß dabei auf eine alte Skizze, bzw. auf die aller erste Skizze, die ich damals von Ella angefertigt hatte.

Die wollte ich Euch nicht vorenthalten :-)

Rechts daneben seht ihr das aktuelle Cover, das mit dem Original nicht mehr viel gemein hat. Auch der Titel ist ein anderer. Und damals hatte Ella auch noch keine Flügel und ihre Totenkopftasche “Carl” bekam sie ebenfalls erst einige Wochen später. 

Beim Anblick der alten Bilder muss ich schmunzeln und den Kopf schütteln. Wie krakelig sie damals aussah. Genau so krakelig wie die Geschichte, die ich nach und nach in meinem Kopf zusammen setzte, bis schließlich ein Schuh daraus wurde, bzw. ein Buch. Übrigens habe ich während des gesamten Schreibprozesses nie wirklich daran geglaubt, dass ich die Geschichte jemals zu Ende schreiben würde. Die Haare habe ich mir zwischendurch gerauft (oder grundlos die Katzen angeschrien, geht auch) und immer wieder versetzte mir Ella mit ihren kleinen Patschehändchen einen Schlag gegen die Brust, fast so als hätte sie Angst, dass mein Herz darunter für sie zu schlagen aufhören würde. Dabei hatte es die ganze Zeit für sie geschlagen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ella fasziniert mich. Sie ist klein und auch ein wenig naiv (das haben Kinder ja so an sich), aber sie hat mir vielleicht die wichtigste Lektion im Leben erteilt. Sie fasziniert mich sogar so sehr, dass mir jetzt schon Bilder zu neuen Abenteuern durch den Kopf schießen, die sie bald erleben wird. 

Um ehrlich zu sein, würde ich mich am liebsten jetzt schon wieder hinsetzen und anfangen zu schreiben. Ganz egal was aus ihr wird. Ob sie nun einen Verlag finden wird oder nicht, im Moment überwiegt die Vorfreude darauf, mit ihr neue Abenteuer zu erleben. Seit heute weiß ich sogar wohin die Reise geht. Und es haben sich auch schon ein paar Mitreisende angekündigt. Leider kehren sie mir bisher noch den Rücken zu. Eine von ihnen sitzt seit ein paar Stunden in einer (etwas altertümlichen) Krankenschwesteruniform auf einem wackeligen Stuhl in einer dunklen kleinen Kammer und vergräbt das Gesicht in ihren Händen. Noch bekomme ich kein Wort aus ihr heraus.

Aber ich bleibe dran!